To lose a friend…


Es fällt mir immer schwer, Freunde zu verlieren. Und doch habe ich schon so viele davon verloren. Einige, weil man sich irgendwann einfach auseinander gelebt hat. Das geschieht manchmal, ohne das man es merkt. Andere male ist die Distanz ein Problem. Machen wir uns nichts vor, wenn man plötzlich von heute auf morgen mehrere 100km zwischen sich hat, dann geht einfach etwas verloren. Und meistens ist es eben dass, was eine Freundschaft ausgemacht hat. Und wenn man nicht, wie in seiner Schulzeit, massig Zeit im Internet und vor allem am Chatten, parat hat… dann lebt man sich auch da ziemlich schnell auseinander. Natürlich gesteht man sich dies oft nicht ein, man hält weiter daran fest, trifft sich, chattet, etc. Aber dieser schleichende Prozess ist irgendwann so offensichtlich, dass man ihn nicht mehr leugnen kann – und oft auch nichts mehr dagegen tun…

Viel schlimmer sind für mich jedoch die Freundschaften, die einfach abrupt zerbrechen… völlig ohne Vorwarnung, wegen eines Streits, nach dem die Freundschaft dann kaputt geht. Das passiert mir leider viel zu oft… auch jetzt wieder. Und dann liegt man da, kann die Nächte nicht schlafen, und die Tage sich auf nichts konzentrieren. Fragt sich was man hätte anders machen können, stellt sich den Ablauf in Paralleluniversen vor, die aus einer veränderten Handlung resultieren, malt sich aus, wie man aus der Situation wieder herauskommt und hält sich gleichzeitig aber selbst zurück. Bloß nichts tun, denn das macht alles noch schlimmer… Nach Wochen fängt man dann (je nach tiefe der Freundschaft) an, damit klar zu kommen… Monate oder gar Jahre, um diese Person nicht mehr so aktiv im Gedächtnis zu behalten…

Was ich allerdings garnicht hinbekomme, ist zu vergessen… vorwärts zu schauen. Denn jedem Freund schenke ich ein Teil meines Herzens… und es tut weh, diese Personen dann zu verlieren. Ja, verdammt weh sogar. Und immer mal wieder denke ich dann an euch. Frage mich wie es euch geht, was ihr wohl macht – ob ich euch auch noch in Erinnerung bin, ob ihr froh seid, wenn ihr nicht an mich denken müsst… warum ihr euch, selbst nach all den Jahren, nicht gemeldet habt, etc. Über ein “wieder Ansprechen” würde ich mich freuen. Sehr sogar. Den Mut bring ich persönlich aber nicht auf.

Andere wiederum erzählen mir: Ein Freund der einen im Stich lässt, ist keiner. Vielleicht ist hier was wahres dran. Vielleicht ist man auch wirklich besser dran, wenn man sich zurückzieht und ganz alleine für sich bleibt. Ich bin kurz davor, diesen Schritt zu gehen – alle verbleibenden Menschen komplett aus meinem Leben auszuschließen und nurnoch den allernötigsten Kontakt zu halten. Ich weiß es einfach nicht…

Was ich weiß ist:

I miss you!!!

Euch die ich zuletzt verloren hab, ganz besonders! 😦

Days to remember.


Ich hab mir zwar vorgenommen, weniger privates hier zu schreiben (ob dass überhaupt geht?), aber es gibt einfach Tage, die sind es wert, dass man sie irgendwo hinschreibt. Und da ich nun mal kein Tagebuch führe, muss mein Blog ab und an dafür herhalten… Und vielleicht ist die Öffentlichkeit, die so ein Blog hat, für diese Situationen auch nicht so verkehrt – unterstreicht sie doch irgendwo die Wichtigkeit, die solche Tage haben…

Über einen solchen Tag soll es in diesem Beitrag gehen, nämlich um den Freitag, 8. Juli. Um die Bedeutung dieses Tages zu verdeutlichen muss ich aber vielleicht zunächst – nein, sollte ich sogar – sehr viel weiter ausholen. Gehen wir also zurück in die Zeit, als ich noch ein kleiner Junge war. Genauer, in das Jahr 1994… 😉

Continue reading