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anniversary-1xAn einem Donnerstag, vor genau sechs Jahren erblickte mein winziger kleiner Blog die Welt der 1sen und 0en. Und er lebt immer noch – allen scheinbaren Trends zum trotz!

Happy Birthday, lieber Blog!

Inspiratinsquellen


Webmaster Friday Logo by Ralf (bohncore.de)

Webmaster Friday Logo by Ralf (bohncore.de)

Webmaster Friday is a continuous blog carnival initiated by Martin, author of tagSeoBlog in June 2009. Every Friday a new topic is released on the website webasterfriday.de, as motivational help for bloggers to have a topic to blog about, as well as to collect thoughts from different blogger to a certain question and to give bloggers a platform on which they can actually reach more visitors with their blogs.

The topic is announced on Thursdays at 5 o’clock, p.m. (UTC+1) via Twitter. Just follow @webmasterfriday to get the next topic. There are no charges, no requirements to fulfill and no restrictions. If you want to join, just read the Mitmachen-section of the website.

As there are no other rules I’ll decide according to the topic whether to answer in English or in German (visible to you by the language of the entry heading as well as the category), but as it is a German blog carnival most entries will probably end up being German. Here you’ll find my previous entries on this series.


KW09: Inspirations- und Motivationsquellen

Beim diesmaligen Webmaster Friday geht es um Inspirationsquellen und ich musste echt eine Weile überlegen, ob ich überhaupt etwas zu diesem Thema beisteuern kann. Aber ich denke, ich kann. Jeder der meinen Blog liest, und mich kennt, weiß natürlich, dass die meisten Themen, zu denen ich schreibe, Themen sind, die mich persönlich interessieren bzw. in den letzten Tagen beschäftigt haben. In der Regel stoße ich auf etwas Interessantes, sei es im Internet, sei es auf der Arbeit, in der Uni, etc. Und wenn ich zu diesem Thema noch nichts weiß, dann lese ich mich in das Thema ein, und wenn es mich (weiterhin) interessiert, beginne ich damit, Hintergründe zu recherieren. Dank meiner Neugierde habe ich dann irgendwann so viel gelesen und auch mit eigenen Meinungen angereichert, dass ich mir überlege: “Mensch, fass’ das doch mal zu einem Blogbeitrag zusammen” (ein Beispiel).

Manchmal lese ich allerdings auch eine Meinung, und denke mir “Mensch stimmt, das sehe ich auch so”, sehe ich vielleicht schon seit Jahren so. Und dann freue ich mich, dass es jemand anderes mit anderen Worten gut auf den Punkt gebracht hat, und verlinke lediglich darauf (siehe hier). Oder aber (noch besser) ich kann dann noch etwas dazu beitragen und ergänze ich das in dem Blogeintrag (wie etwa hier). Es kann aber auch passieren, dass ich völlig anderer Meinung bin, und habe daher das Gefühl, etwas zu Papier zu bringen um der Diskussion mal eine Gegenposition darzustellen (das kann dann so aussehen).

Wie dem auch sei, man sieht, dass ich für soetwas eigentlich wenig Kreativität und dadurch auch wenig Inspiration neben dem Thema selbst brauche. Anders als Blogger, wie bspw. der ebenfalls am Webmaster Friday teilnehmende Blogger Ben, die etwas kreatives Schaffen und dies zu Blogge tragen, kommt mir ein Thema entgegen. Oder eben nicht. Wenn das nicht passiert, ist das nicht so schlimm für mich – ich freue mich natürlich sehr über positive Statistikentwicklungen bei meinem Blog, aber ich blogge eigentlich nicht dafür, dass ich möglichst hohe Statistikzahlen erreiche; dann sollte ich wohl eher über Promis, Frauen oder Fußball schreiben. Insofern interessieren mich auch Monatsreviews anderer Blogger nicht, als dass ich mir dort dann Themen für meine nächten Beiträge hole, je nachdem, was dort gerade trendy war. Wer mich kennt, weiß, dass mich sowas nie sonderlich interessiert hat 😉

Es herrscht bei mir kein “Schaffensdruck”. Wenn ich aber schreibe, dann kupfere ich in der Regel nicht ab. Klar, bei vielen Themen kommt der Anstoß von außerhalb. Aber entweder ich trage etwas dazu bei, oder aber ich verweise lediglich drauf und sage “Mensch, schaut euch das an” (z.B. so). Selten mal übertrage ich etwas vom Deutschen ins Englische, oder umgekehrt (siehe hier). Dass man in diesem Prozess die Quelle benennt, ist für mich irgendwie selbstverständlich; wenn ich es mal vergessen sollte (was leider auch oft genug vorkommt, und dass obwohl ich meine Beiträge 2-3 male Kontrolle lese), baue ich den Link dann nachträglich ein. Ich habe am Ende oft eine riesige Liste an Hintergrundquellen, aus denen ich meinen Beitrag speise, und alle diese Quellen sind dann als Tabs in meinem Browser offen, und werden sukzessive erst dann geschlossen, wenn der Beitrag auch verlinkt wurde.

Oft öffne ich danach noch einen Haufen neuer Tabs, da ich Begriffe, bei denen ich denke, dass ein Leser ihn vielleicht nicht kennen könnte, oder vielleicht auch nicht weiß wo ein Ort liegt, o.Ä., gerne mit der Wikipedia verlinke. Ich glaube in diesem Zusammenhang hat mich Tim Pritlove ganz stark geprägt, der als meiner Erfahrung nach erster Podcaster die sogenannten Shownotes anlegte (für den Podcast CRE), die aus einer riesigen Liste an Links bestehen, größtenteils zu Wikipedia, damit Interessierte während des Podcasts oder hinterher Begriffe die nur angerissen werden, auch tiefergehend untersuchen können. Die Wikipedia ist natürlich nicht der Gral der abschließenden Wahrheit, aber ich liebe die Wikipedia dafür, dass sie eine umfassende Einführung in ein Thema bietet, und auf weitere Quellen verweist. Daher ist die Wikipedia auch oft einsteigende Grundlage für ein Blog-Thema für mich. In letzter Zeit waren daneben auch oft Facebook (hier), Twitter (hier) und YouTube (hier) initiale Themengeber, da ich viele interessante Quellen und Links über diese Netze zugespielt bekomme. Vor allem Facebook nimmt zu, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich zu viel auf Facebook unterwegs bin 😦  Und neulich hat mich sogar ein Podcast zu einem Blogbeitrag inspiriert.

Ich für meinen Teil versuche beim Bloggen immer einen eigenen Gedanken zu haben und ihn einfließen zu lassen. Wie oben schon angedeutet, sehe ich nichts verwerfliches darin, die Ideen anderer weiter zu führen, sich diesen zu wiedersetzten, oder aber sie als Grundlage für eine völlig neue Richtung zu wählen. Das ist deshalb nicht verwerflich, weil es bspw. auch typischer und integraler Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens ist: Quellen sichten, auswerten, mit eigenen Ideen anreichern und dabei die Quellenverweise nicht vergessen (damit klar ist, was eigene Gedanken sind, und was von anderen stammt). Das Internet stammt aus der Wissenschaft, die ersten Server, und Rechner, die im Internet vernetzt wurden, waren Universitätsrechner, und Tim Berners-Lees Vision von nicht-linearen, vernetzten Texten (Hypertexte) ist konstitutionell darauf ausgelegt, dass vorhandene Texte miteinander zu neuen Texten verknüpft werden; also durch geschicktes verknüpfen und kombinieren von Vorhandenem Neues schaffen. Das Verlinken gehör dann aber auch zwingend dazu! Das ist guter Ton, und in der Regel danken die verlinkten Personen einem auch, und freuen sich über die zusätzlichen Ideen, die man entwickelt hat, oder aber über das Vorantreiben der Diskussion.

Dabei ist es egal, in welcher Sprache die Quelle ist. Ich lese alles mögliche und versuche eine sinnvolle Entscheidung darüber zu treffen, ob ich meinen Beitrag nun auf Deutsch oder auf Englisch verfasse. Was ich nicht tue, ist bewusst auf Motivationsquellensuche zu gehen. Das brauche ich auch nicht; das Bloggen kostet mich oft mehr Zeit, als ich es selbst gerne hätte, somit befinden sich auf meinen Blogs wirklich etliche Themen die nur Angefangen sind, oder aber bei denen das letzte drüber lesen fehlt. Einige dieser Themen veralten dann leider, andere werden irgendwann doch noch einmal hervor geholt. Gerade im Bereich Medien würde ich gerne sehr viel mehr rezensieren. Ich habe einen ganzen Stapel voll CDs, die es Wert sind, dass jemand über sie schreibt (besonders, da die Populär- und Fachpresse in der Musik das nicht tut, da es sich meist um “Nischen”-bands handelt). Auch über Serien die ich geguckt habe, sowie über Filme würde ich mich viel mehr auslassen wollen. Und dann habe ich noch einen riesigen Stapel an Comics, zu deren Rezension ich mich eigentlich selbst verpflichtet habe.

Gebrauchen könnte ich Inspiration tatsächlich mehr im Bereich Technik/Wissenschaft, denn in diesem Bereich veröffentliche ich sehr selten. Das liegt vor allem daran, dass ich ich so viel in den anderen Bereichen zu erzählen habe, dass für den Technik-Blog wenig Zeit bleibt. Themen über die ich schreiben könnte, sind dann meist nicht so originell, als dass sie einen Blogbeitrag und die Zeit die dieser kostet, wert sind. Wenn ich aber etwas zu erzählen habe, dann freut es mich in diesem Themenbereich ganz besonders. Zwei bis drei Ideen für den Technikbereich hatte ich über die Jahre auch schon. Mal gucken, ob ich diese vielleicht irgendwann doch noch mal wieder aufgreife. Solange muss der Bereich leider damit leben, dass ich hier weniger zu erzählen habe, als ich es eigentlich selbst gerne hätte.

Fazit

Ich denke, ich habe damit jetzt auch alle Fragen beantwortet, die Martin um sein neues Thema verpackt hat. Themenquellen sind für mich neben anderen Blogs und dem Internet vor allem Sachen aus meinem privaten Umfeld; Freunde, Uni, Arbeit, wobei eine steigende Tendenz für Themen aus den sozialen Netzen, wie Facebook, Twitter und YouTube zu beobachten ist. Ganz neu dazu gekommen ist ein Thema, das über einen Podcast angeregt wurde.

Ansonsten habe und suche ich eigentlich auch keine Inspirationsquellen, denn ich habe in der Tat mehr zu Bloggen als ich im Stande wäre. Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr Blogs oder andere Motivationsquellen? Wie haltet ihr es mit Themen, die durch andere angestoßen wurden? Sucht ihr nach Trends, auf die ihr einsteigen könnt, nur um mehr Leser zu bekommen? Oder ist es euch egal, ob euer Thema vielleicht auch nur 3 Menschen erreicht? Schreibt es in einem Artikel, verlinkt diesen mit dem aktuellen Thema des Webmaster Fridays und ihr seid dabei. Alternativ könnt ihr es auch beim Webmaster Friday in die Kommentare schreiben; gerne auch bei mir 😉


P.S.: Wer übrigens unbedingt mal ein Thema loswerden möchte, aber dafür keinen Blog einrichten will, der darf auch gerne mal bei mir einen Gastblogbeitrag verfassen – sprecht mich dann einfach an. Muss auch nicht zum Webmaster Friday sein 😉

It’s about f’ing time!


My most favorite science news site and the best thing there is on Facebook has finally! gotten company by a stand-alone website. As far as I can tell, all news that Elise Andrew so carefully processes into little Facebook comments on her I fucking love science-Facebook site are also present on the Website, but there’s even more on the site than there is on Facebook (e.g. look at the difference from this comment to this post).

On the other hand, all the humour-stuff that Elise likes to share, is not present on the website, just on Facebook (e.g. Chemistry can be dangerous, or The Dinosaur Pet Guide). But still, if you care about the tiny bits of information, that is provided by IFLS, you won’t need a Facebook account anymore! Hooray. Is there any reason left to stay at Facebook at all now?

There’s even a survey going on right now, you should have been able to win a hoodie. Unfortunately they changed the price to an iPad. Okay, I could put an iPad to good use as well, I guess. Still, somehow I’d rather have the hoodie (although I already have the T-Shirt). So maybe, if I should really win, I could trade it back. Let’s see 😀

Auszeit von der Politik!


Ich glaube, ich gönne mir eine Auszeit von Politik. Mindestens bis zur nächsten Legislaturperiode lasse ich “die da oben” die da oben sein. Denn irgendwo habe ich es satt, von den immer gleichen Gesichtern die immer gleichen Lügen aufgetischt zu bekommen. Manchmal fühlt man sich da als der einzige, der gegen einen Strom schwimmt, denn immerhin sind ja 41,5% in Deutschland zufrieden mit der Politik von Angela Merkel gewesen, obwohl kaum einer nennen kann, was Angela Merkel eigentlich genau getan hat…

Wenn ich zurück denke:

Das ist doch eine großartige Liste für eine Legislaturperiode – und es fehlen noch so viele weitere Punkte, an die ich mich gerade nicht erinnern kann, und deren Recherche mir jetzt zu lange dauert. Aber was soll’s. Mutti macht das schon! Hat ja auch einen tollen Werbespot gemacht, und mehr braucht es scheinbar nicht, den Deutschen glücklich zu stimmen.

Und auch die SPD findet man nach den vielen gebrochen Wahlversprechen in der letzten Regierungszeit – der großen Koalition – klasse. 25,7% wählen die Partei, die vor Regierungsantritt hoch und heilig verspricht, nicht ein weiteres Mal Politik mit der CDU zu machen. Die Verlogenheit beginnt, denn Pest und Cholera werden am stärksten gewählt und tun sich, zusammen. Damit hat die SPD selbst mich ein weiteres mal geschockt…

Und nur wenige Monate nach Regierungsantritt kann man nicht anders, als immerzu ungläubig den Kopf zu schütteln. Die SPD freut sich, denn der Mindestlohn – Kernthema des SPD-Wahlkampfes – wird kommen. 2017. Einer von euch schon mal in den Kalender geguckt, und geschaut, was 2017 ansteht? Neuwahlen. Naja, merkt vielleicht keiner, lass uns die Wäher mal für dumm verkaufen. Andrea Nahles will sich jedenfalls erst einmal mit wichtigerem Auseinander setzen sagt sie noch zum Thema Mindestlohn – das seien nämlich die Renten: “Am 1. Juli 2014 wird ein großer Teil derer, die ihr Leben lang hart geschuftet haben, im Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können”. Auch das sieht dann ernüchternd aus, denn die Rentner tragen ein Drittel der Gesamtkosten und haben schlussendlich weniger. Aber in einem Land in dem “Altersarmut” ein Fremdwort ist, kann man das ja machen. Genau so sehr, wie man sich selbst dann mal eben mit Diätenerhöhung den Bauch bepinseln kann – knapp 1000€ mehr gibt es da pro Kopf. Der Grund: Man will so sicherstellen, dass Politiker weniger bestechlich sind. 😀 Das macht dann in Summe 9082€, auf die sich ein Politiker im Monat freuen kann. Aber gut, sind ja in Summe auch nur 5 Millionen mehr, die das dann die nächsten zwei Jahre kosten wird. Dafür kann ich mir sicher sein, dass die Merkel den Wähler auch nicht mehr betrügt, Koalitionsverträge bricht, und für die Interessen einzelner Firmen gegen 80% der Wähler entscheidet. Drobinski-Weiss (SPD) ist hier mal schonungslos ehrlich – auch die entstehende Politikverdrossenheit ist bekannt, und den Politikern egal! Egal, ob das hier jetzt die CDU oder SPD ist – die Regierung hat auf ganzer Linie versagt, denn Deutschland enthält sich zum Gen-Mais, obwohl es im Koalitionsvertrag anders festgelegt wurde, und auch dort der Wille der Wähler festgeschrieben steht. Schon wenige Wochen nach Regierungsantritt also ein freundliches “F*ck Dich, Wähler! Wir machen’s doch, und es ist uns auch egal, ob Du uns wieder wählst. Hast ja eh keine andere wahl!” Anders kann man das doch auch nicht mehr deuten. Was passieren müsste, beschreibt Ken Jebsen in seiner YouTube-Ansprache, und fragt auch ganz deutlich und verzweifelt: Bin ich eigentlich der einzige, dem das so auf den Sack geht?

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Was sind die drei bewegendsten Bücher in deinem Leben?


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The topic is announced on Thursdays at 5 o’clock, p.m. (UTC+1) via Twitter. Just follow @webmasterfriday to get the next topic. There are no charges, no requirements to fulfill and no restrictions. If you want to join, just read the Mitmachen-section of the website.

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KW08: Blog-Steckbrief: Was sind die drei bewegendsten Bücher in deinem Leben?

Es ist mal wieder Freitag, und das heißt “Webmaster Friday”-Zeit. Wer sich jetzt beschweren möchte, dass ich doch letzte Woche den Freitag auch mal wieder verschlafen hätte: Nein, habe ich nicht, aber zum Thema Fitnessgadgets – sinnvoll oder nutzlos? hätte ich so viel Beitragen können, wie der Papst zum Sex (entschuldigt, gestern lief Stromberg im Kino 😉 ). Dafür dann aber diese Woche, in der Benjamin Blum die Frage stellt, was eigentlich unsere drei bewegensten Bücher waren. Das Thema wird weiter ausgeführt, es geht eben nicht um nur gut geschriebene Bücher, sondern um Werke, die Schlüsselpunkte in unserem Leben markieren würden, die uns in der Seele getroffen hätten, oder uns sogar verändert hätten.

Wow. Das ist ein schwieriges Thema. Ich habe viel gelesen. Leider muss ich in der Vergangenheitsform reden, denn in den letzten Jahren bin ich kaum mehr zum lesen gekommen – ich glaube, die letzte Fiktion war Harry Potter. Sachbücher lese ich natürlich immer noch, der Beruf des Informatikers beinhaltet ja ständiges weiterbilden (so habe ich gerade vor kurzem ein Sachbuch rezensiert). Aber von den Büchern der letzten Dekade hat mich keines wirklich bewegt. Ich muss also weit zurück in meine Jugend. Als kleiner Junge hab ich noch fast täglich mehrere Stunden vor Büchern verbracht: mir eröffnete sich eine völlig neue Welt, als ich als Kind irgendwann meine eigene Bücherhallenkarte bekam.

Wie so viele war mein erstes Buch die “Bunte Fibel” mit den Sockenpuppen “Mo und Mara”, mit denen man in der Schule das Lesen lernte (auf dieser Seite werden die alle gelistet – meines war die Auflage von 1991, die einzige mit dem Untertitel “Mara und Mo”). Aus dieser Fibel ist mir eine der letzten Geschichte sehr im Hinterkopf geblieben. Die von der Eule, die lesen lernen wollte, und daher Menschen beobachtete, und alles genau so tat, wie die Menschen: Ein Buch nehmen, eine Lesebrille aufsetzen, sich in einen gemütlichen Ohrensessel setzten, das Buch aufschlagen und reinstarren. Lesen konnte sie dennoch nicht. Mich hat diese Geschichte sehr traurig gemacht. Aber deshalb war die gesamte Fibel jetzt nicht sonderlich bewegend, auch wenn es sicherlich eines der prägstensten Bücher war: Ich kann mich noch an ganze Sätze erinnern, und natürlich hab ich damit ja auch erst lesen und schreiben gelernt.

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Wenn der Größte den Zweitgrößten schluckt…


… und dann zum Allergrößten wird!

Lange Zeit habe ich mich Facebook komplett verschlossen, hatte kein Profil, trotz drängen von Familie und Freunden; viele Kontakte konnte ich in meinem Auslandssemester auf Gran Canaria bspw. nicht knüpfen oder halten, weil alle Facebook nutzen. Ich persönlich wollte nicht Facebook nutzen. Und tat es dann irgendwann doch…

Denn zu Facebook habe ich eine Hassliebe. Auf der einen Seite finde ich es nett, einen Foren-Ersatz zu haben; früher hat man seine lustigsten Links irgendwo in einem Fundstücke/Albernes/…/Thread gepostet, in den politischen Threads Diskussionen geführt, und sich in Technik-Threads hilfe geholt oder gegeben.

Heute nutzt kaum mehr einer Foren, Zulauf haben lediglich noch die wirklich großen, etablierten, internationalen Foren – kleine Gemeindeforen, in denen man sich irgendwann auch kannte und sich sogar zu Usertreffen verabredet hat, das gehört schon länger der Vergangenheit an (nachdem gerade ein paar Bilder in einer Facebook(!)-Gruppe zu einem Board gepostet wurden, von einem dieser Usertreffen, das jetzt 10 Jahre her ist, werde ich ein wenig nostalgisch – und das obwohl ich nicht mal dabei war…).

Auf der anderen Seite ist Facebook ja eigentlich mehr ein Freunde-Netzwerk. So wie StudiVZ damals, nur das Facebook mit dem Aufkommen von Twitter versucht hat, auch diese Funktionalität zu integrieren. Damit kommen viele nicht klar – während die einen Facebook als Twitter und Board-Ersatz verwenden (was ja mit den Teilen-, Diskutier- und Like-Funktionen durchaus auch technisch unterstützt wird) fühlen sich andere wiederum genervt, die im Prinzip nur wissen wollen, wer gerade mit wem, und wer wo im Urlaub. Oder eben einfach nur Kontakt halten wollen.

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Fremdgebloggt!


Ja, unerhört. Das erste mal in meinem Leben habe ich nun einen Blogeintrag für einen fremden Blog verfasst. Da nun aber mein Blog und ich uns nie darauf festgelegt haben, dass das mit uns etwas exklusives ist, denke ich, dass das schon noch in Ordnung geht. Falls nicht, werde ich das wohl daran merken, dass ich mich nach diesem Beitrag nicht mehr einloggen kann, oder so 😉

Für den Hackerspace Bremen e.V. durfte ich eine Buch-Rezension schreiben. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich in den letzten Jahren viel mit Ruby on Rails zu schaffen hatte, und da es nun von O’Reilly ein Buch zu rezensieren gab, dass den spannenden Titel “Crafting Rails 4 Applications. Expert Practices for Everyday Rails Development” trug, habe ich mich gleich dafür gemeldet. Und wer mich weiter kennt, weiß ja auch, dass ich gerne Rezensionen schreibe, deshalb hatte ich auch viel Spaß daran. Deshalb wird es von mir dort auch sicherlich öfters noch die ein oder andere Rezension geben, so wie eben diese. Aber auch andere Mitglieder sind fleißig dabei Bücher zu rezensieren – ein häufiges Vorbeischauen könnte sich also auszahlen.

Und wenn ihr sowieso zufällig gerade Bremer seid oder auch nur temporär in Bremen, so schaut doch mal vorbei, im Hackerspace – niemand beißt, und man muss auch nicht gleich Mitglied werden – möchte man das doch, muss ich allerdings dahingehend enttäuschen, dass die Mitglieds-Nr. 42 leider schon vergeben ist 😉