“Dieser ganze unge… Haufen da”


Ich gebe zu, dieses Zitat aus der Serie Stromberg ist furchtbar, und als Überschrift für dieses Thema extrem provozierend. Dafür entschuldige ich mich hier schon mal im vorhinein, denn ich provoziere hier bewusst damit. Es ist aber eine typische Haltung gegenüber radikaler Frauenbewegungen (die ich nicht teile!) über deren Zustandekommen als Gegenreaktion auf Aktionen dieser Bewegungen auch mal kritisch nachgedacht werden sollte! Ist es das was man erreichen wollte? Wenn nein, wieso wird dann trotzdem genau das erreicht?

Zu meiner Rechtfertigung möchte ich sagen, dass ich nicht selten das Gefühl habe, dass bestimmte Personengruppen in meinen Augen gar keine andere Daseiensgrundlage zu haben scheinen, außer derjenigen zu provozieren. Und darauf passt als Antwort eigentlich nichts anderes, als selbst zu provozieren. Ich beziehe mich hier ganz stark auf ein Phänomen, dass im Internet mittlerweile als Schimpfwort “Femse” bekannt ist, und wahrscheinlich am besten mit dem Wort “Neofeminismus” beschrieben wird. Ich weiß garnicht ob es diesen Begriff als solchen überhaupt gibt, ich selbst habe ihn das erste Mal irgendwo bei Ricarda aufgeschnappt, und würde ihn gerne als Abgrenzung zum normalen Feminismusgedanke benutzen, gegen den ich absolut nichts einzuwenden habe – und hoffe daher, dass er nicht schon irgendwie anders definiert ist.

Neofeminismus ist etwas, dass immer extremere Züge annimmt. Frauen, die sich alleine aufgrund des Geschlechts ungerecht behandelt fühlen, treffen hier – vor allem im virtuellen Raum – aufeinander, und entfalten hier kämpferisches bis kriminelles Potential um für “Gleichberechtigung” einzutreten.

Gleichbereichtigung bedeutet im Neofeministischen Sinne allerdings nicht das, was der Normalsterbliche darunter versteht. Es geht nicht um Chancengleichheit, sondern wohl eher um Retribution: Jahrhunderte lang wurden Frauen unterdrückt, Neofeministen spühren das Leid und den Schmerz dieser gesamten Zeit und sehen nun ihre Zeit, Männer zu unterdrücken. Was dabei gar keine Rolle spielt: Das ich mir als Mann weder ausgesucht habe, dass ich ein Mann bin, noch ob ich selbst sexistische oder unterdrückende Tendenzen habe oder ausübe oder aber diesen gleichgültig oder ebenfalls kritisch Gegenüberstehe. Wer ein verkrüpeltes zweites X-Chromosom hat, der ist Schuld und muss jetzt bezahlen. Beispiele, woran ich das fest mache, gab es zum Beispiel im letzten Beitrag von mir zum Thema.

Kämpferisch wird diese Gruppierung dadurch, dass die Mitglieder den Sinn für die Realität verlieren, sich in ihre Opferrolle hinein versetzten, und sich gegenseitig so sehr bestärken und bekräftigen, dass ein rationales Diskutieren gar nicht mehr möglich ist. Wenn etwas gefordert ist, dann wird das gefordert, und jeder der es nur annähernd wagt, etwas dagegen zu sagen, ist ein “Masku” und gehört bekämpft. Das hab ich beispielsweise an einer Vollversammlung an der Universität miterleben können, wo eine der Forderungen der Universität für die Bildungsdemonstration der Schulen – an der die Universität unterstützend teilnehmen wollte – war, dass an Universitäten eine gesetzliche Frauenquote von 50% gefordert wird. Weder die anwesenden Schulsprecher, noch die Studentenschaft war von der Forderung überzeugt – viele der Studenten sagten, dass sie unter dieser Forderung nicht auf die Straße gehen könnten und würden. Trotzdem wurde um diesen Punkt Stunden diskutiert, und zwar von den ganzen zwei(!) Verfechtern dieses Punktes auf einer emotionalen Ebene, während die Gegenseite, bestehend aus gut mehreren hundert Studenten der Vollversammlung, rationale Gründe anbrachte, die deutlich aufzeigten, warum diese Forderung fehlgeleitet ist. Auf die Details möchte ich hier gar nicht eingehen, das Internet fasst aber die Vor- und vor allem auch die Nachteile von gesetzlich festgelegten Quoten gut zusammen (ein guter Startpunkt ist wie immer die Wikipedia).

Das Problem an kämpferisch ist, dass man ein Feindbild braucht. Aber was genau ist der Feind des Feminismus? Eigentlich die Gesellschaft, denn das Bild der Frau wird von der Gesellschaft geprägt in der wir Leben. Das kann man sich z.B. dadurch deutlich machen, wenn man sich die Fixierung unserer Gesellschaft auf die weibliche Brust als Geschlechtsmerkmal anschaut, und die vergleicht mit derjenigen einiger afrikanischer oder südamerikanischer Volksstämme. Gegen ein Gesellschaftsbild kann man leider nicht reißerisch und populistisch ankämpfen, jemand der sich in einer Opferrolle sieht und sich mit anderen zusammenrotten um dagegen anzugehen, wird allerdings nicht an langfristigen Lösungsansätzen wie etwa der Prägung der Gesellschaft durch Bildung und Erziehung interessiert sein; zur Bildung einer starken, medienwirksamen Bewegung braucht es populistischen Aktivismus. Also muss ein anderes Feindbild her – die Geburtsstunde des “Macho-Maskus” und all seiner Sympathisanten. Jeder Mann ist von Anfang an einer und kann nur durch starkes Abgrenzen zu seiner Natur und bedingungsloses Unterstützen jeder Forderung der Neofeministen von diesem Feindbild entfliehen. Jede Frau, die sich nicht mit den Neofeministen identifiziert ist entweder vom Gesellschaftsbild geprägt, wird unterdrückt, oder weiß einfach nicht, was gut für sie ist. Und wer als Frau offen dagegen steht, wird ebenfalls zum Feind.

Poster feministische Kommission, Sozialistische Jugend - Die Falken Berlin

Gefunden auf Twitter bei @FrauLea

Und welche kriminellen Ausmaße so etwas dann nehmen kann, kann man sich an dem Beispiel anschauen, indem diese Neofeministen andere Strukturen, wie beispielsweise die Piratenpartei unterwandern, und dann Internet-Hatz auf andersdenkende für ihre kritischen Kommentare und Meinungen an Forderungen des Neofeminsmus oder der Bewegung als solche betreiben. Das kann man sich am Beispiel des 19-jährigen Mädchens das unter kleines-scheusal.de bloggte und als @ochodomino twitterte, anschauen. Die Hatz endete darin, dass  das Mädchen komplett aus dem Internet flüchtete, da sie die Menschenjagd auf sie nicht mehr aushielt. Nachzulesen ist dieser Fall auf Popcornpiraten und der Lehrer Schoppe nimmt in seinem Blog kritische Stellung. Man würde meinen, dass eine progressive Partei, wie die der Piraten, deren Terrain das Internet ist, wüssten, wie gefährlich eine über das Internet getriebenen Menschenjagd ist. Gerade hier kann man sehen, wie stark die Emotionalität ist, mit der dieses Thema voran getrieben wird, und wie wenig Rationalität bei solch starker Emotionalität bewirken kann.

Mir ist bewusst, dass auch ich mich mit solch einem kritischen Beitrag wie diesem einer Hatz aussetzten könnte. Aber es gibt nun mal Dinge, denen man kritisch gegenüber stehen muss, und solch terroristischen Methoden im beinahe faschistischen Ausmaß darf man auch nicht klein beigeben. Im Gegenteil. Ich bin für Gleichberechtigung, und das auf allen Ebenen – erst neulich habe ich einige Stunden mit jemanden telefoniert, und dabei Partei für die Gleichberechtigung von Schwulen ergriffen – obwohl es mir eigentlich egal sein kann, da ich selbst nicht schwul bin – auch dafür gibt es aus den Kreisen dieser Neofeministen Kampfbegriffe: man ist dann eine Hete – und das ist natürlich ebenfalls schlecht!

Aber es gibt für alles ein gesundes Maß, und dieses Maß wird leider regelmäßig überschritten – etwa durch Plakate, die das Verprügeln von Männern propagieren, die Frauen Blumen schenken. Viel Schlimmer aber, und mein Aufhänger für diesen kleinen Blogeintrag: Ich habe heute gelernt, dass ich aus solidarität als Mann darauf verzichten sollte – und an einigen Ortschaften, wie etwa dem ArbeiterInnen- und Jugendzentrum Bielefeld – sogar hinaus geworfen werden könnte, wenn ich es täte – mein T-Shirt auszuziehen. Während ich damit prinzipiell kein Problem habe wenn dies jemand in seinen Räumlichkeiten verlangt, da es das Hausrecht ist, dem ich mich als Gast anzupassen habe und somit gar kein Diskussionsbedarf besteht, finde ich die Begründung doch mehr als Hahnebüchend:

Es ist nämlich “(…) eine Zurschaustellung sexistischer Privilegien, wenn Typen in der Öffentlichkeit ihre T-Shirts ausziehen”, sagt der feministische Blog Mädchenmannschaft, und rechtfertigt damit das Unterbrechen eines Punkrock-Konzerts, bei dem der Drummer sich nicht an diese Regel halten wollte.

Ehrlich? Aus Solidarität mit den Neofeminsten soll ich mein T-Shirt nicht ausziehen, und tue ich es doch, dann bin ich sexistisch?! Im Sommer hat es in unseren Breitengraden je nach Intensität bis hin zu 40°C mehr, als im Winter – in vielen anderen Ländern ist die Differenz sogar noch höher. Es wird so heiß, dass der Körper zu schwitzen anfängt, eine natürliche Reaktion, die dafür sorgen soll, dass die Feuchtigkeit den Körper kühlt. Kleidung hemmt diesen natürlichen Prozess, sorgt dafür das Kleidung anfängt zu stinken und dass man sich, wenn es dann doch kalt wird, in den nassen Klamotten erkältet.

Aus diesen Gründen tragen Frauen zu dieser Zeit oft Miniröcke oder weite, luftige Kleider, bauchfrei, bis hin zu Bikini-Oberteilen – je nach Temperatur und Situation. Und der Mann? Nun, im beruflichen Umfeld gibt es eigentlich kaum Möglichkeiten. Hemd und Hose sind hier Pflicht. Und Privat? Sehr viel weniger als T-Shirt und kurze Hose geht auch hier nicht – mit freiem Oberkörper kann man selbst hier nicht in Restaurants (da in der Regel noch nicht einmal mit kurzen Hosen!), Kaffees, bei Friseuren, Museen, o.Ä. sehen lassen – es ist kein offiziell angemessener und/oder angesehener Kleidungsstil für einen Mann. Nur in seiner Freizeit, im Park, am Strand, beim Sport, oder eben auf Festivals oder Konzerten ist das allen Beteiligten in der Regel egal.

Was aber würde mit mir passieren, liefe ich mit Minirock und bauchfrei herum? Nun, ich glaube, es gäbe einiges an Problemen: Im Job wäre dies gar nicht möglich, in der Gesellschaft würde ich dumm angeguckt werden, von Männer und Frauen nicht ernst genommen, und in bestimmten Kreisen sicherlich dafür verprügelt werden, wenn ich so herum laufe (wenn einem sowas schon allein durch die Subkultur widerfahren kann…).

Gleichberechtigung ist etwas anderes!

So gesehen müsste bei der Gleichberechtigung auch die Frau den kürzeren ziehen: Zusätzlich zur nicht-erlaubten Bauchfreiheit von Männern fordere ich auch Hosen und Hemdenpflicht – mit festgeknoteter Krawatte – für Frauen! Wie wäre es damit? Keine ärmellosen Oberteile, keine Bauchfreiheit, keine luftigen Ausschnitte, keine Röcke. Warum sowas nicht von Neofeministen gefordert wird? Gute Frage 😉

Aber lasst uns doch mal kurz einen Schritt weiter denken. Ist es nicht sexistisch, dass Männer einen Bart tragen dürfen? Und das Frauen, wenn sie einen hätten, ihn abrasieren müssten und nicht tragen können? Ich finde, auch an sowas sollte gedacht werden. Rasierpflicht für Männer? Auch irgendwo ein männliches Privileg, Frau kann ja nicht, selbst wenn sie wollte, und wenn sie könnte muss sie, selbst wenn sie nicht wollte. Über Kurz oder Lang kann man eigentlich nur darauf kommen, dass es nur ein Kleidungsstück gibt, dass – vorausgesetzt es wird von Männern und Frauen gleichermaßen getragen – gegen Sexismus jeglicher Art ist:

Burka

Under CC BY-SA 3.0 by Wikipedia-User Zivya

Die Burka!

Und jetzt nochmal vollständig rational: Wollen wir tatsächlich in einer solchen Gesellschaft leben, in der nicht Werte die Sichtweisen und das Denken bestimmen, sondern Ge- und Verbote? Oder bedeutet Mensch-Sein nicht viel eher, dass uns durch Empfinden von richtig und falsch ein gesellschaftliches Miteinander möglich wird, dass sich durch eine gesellschaftliche Wertevermittlung und eine Moral soweit regelt, dass wir im größtmöglichsten Sinne frei sein können? Ist Gleichberechtigung nicht die gesellschaftliche Verankerung von Gleichheit als eines dieser Werte? Das keiner, egal ob Mann oder Frau, ob Religiös oder nicht, ob Homo-, Hetero- oder Asexuell, ob Schwarz oder Weiß, körperlich/geistig Behindert oder Gesund – weder bevorzugt noch benachteiligt behandelt wird? Sondern statt dessen vollkommen frei nach Lust und Belieben alles tun und lassen kann was er möchte, solange dadurch nicht die Freiheit oder Gleichheit eines anderen beschränkt wird?

Das ist ein Ideal, ein Ideal für das auch ich einstehe, ein Ideal, dass in meinen Augen zu einer besseren Welt führt. Das ist aber auch ein Ideal, für dass es viel Arbeit braucht, denn dieses Ideal wird nur durch Bildung und Erziehung erreicht – durch einen Wertewechseln in der Gesellschaft. Davon sind wir noch weit entfernt. Aber es ist ein Prozess der sich seit der Aufklärung stetig fortsetzt, und an dem man positiv im kleinen und im Großen mitwirken kann – dem man aber auch genau so gut entgegen wirken kann.

Und meiner Meinung nach macht der Neofeminismus genau das zweite. Durch Irrationalität, durch Opferrollendenken, durch Vergeltungsdrang, durch Unterdrückung und Bekämpfung des Feindbildes, und durch aberwitzige Forderungen, wie etwa dem T-Shirt-Ausziehverbot aus Solidarität gegenüber den Frauen, denen dieses sexuelle Privileg vorenthalten wird…

Und dazu fällt mir nichts weiteres ein als Kopfschütteln. Und viele andere gehen sogar noch weiter, und Vertreten die Meinung des Beitrags-Titels. Verständlicher Weise…


Als Denkanstoß für diesen Artikel diente übrigens der Artikel von g4s3, der mit Ein T-Shirt und seine Folgen eine Diskussion anregen wollte. Zunächst war ich fast schon ein wenig verärgert, über die verlorene Zeit, die für das Lesen der ganzen Artikel draufgegangen ist. Um daraus doch noch etwas positives zu ziehen, habe ich mir dann doch überlegt, an der Diskussion Teil zu nehmen.

Überdies fühle ich mich in meinen persönlichen Rechten auch nicht beschnitten, da ich mich nur ungern “oben ohne” sehen lasse – den Anblick möchte ich anderen Menschen ersparen 😛

Und falls jemand über den Titel verwundert ist: Stromberg ist eine Serie, die auf intelligente, satirische Art den deutschen Büroalltag auf den Korn nimmt, und vor allem mit der Figur Stromberg eine Rolle in die Fernsehlandschaft bringt, die überspitzt Fremden- und Frauenfeindlichkeit sowie fachliche und emotionale Inkompetenz mit strukturbedingter Führungsautorität paart um ein bitterböses Bild eines typischen(?) Abteilungsleiter zu Zeichnen.

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5 thoughts on ““Dieser ganze unge… Haufen da”

  1. 🙂 Freut mich, dass Du letztendlich doch noch etwas positives aus dem Artikel für dich ziehen konntest. Irgendwie ist die ganze Geschichte drum herum ein wenig sonderbar und bisweilen habe ich teilweise das Gefühl, das einige Forderungen einfach nur als Posse aufgefasst werden können. Klar (leider) gibt es immer noch Punkte in unserem Leben, in dem es einen latenten Alltagssexismus erleben, aber ganz ehrlich: haben wir (sprich “Neofeministinnen” – ich mag übrigens diesen Begriff) ihr Hirn in der Wohnnung teilweise liegen lassen? So jedenfalls mutet es manchmal an, wenn ich mir entsprechende Blogbeiträge durchlese.

    Da Du den Beitrag auf mädchenmanschaft angesprochen hast: der ist einigen Stellen schon sehr heftig – um es nett zu formulieren. Vor allem die Aussage, dass in dieser Diskussion rassistische Anfeindungen geäußert würden, so bald man(n) das Kleidungsstück Burka anspricht schlug doch dann dem Fass schon irgendwie den Boden aus.

    • Nuja, das Frauen nicht dafür plädieren, dass sie auch oben Ohne rumlaufen können, kann ich dann doch wieder nachvollziehen. Solange ein Großteil der Männer dann zu sabbern anfängt, weil er scheinbar noch nie in Natura einen entblösten Busen gesehen hat, kann man das als Frau ja auch schlecht fordern; das eine Frau das nicht einfach kann und dabei unkommentiert und normal wahrgenommen wird, ist schade, aber in unserer Gesellschaft wohl leider (noch) nicht möglich. Das ein Mann das deshalb nicht dürfen sollte, ist aber dann doch zu weit gehend. Sowohl Männer als auch Frauen haben natürlich bedingte Vor- und Nachteile – will man ernsthaft auch an diesen ansetzten, dann müsste es tatsächlich “Burkas für alle” heißen.

      Was übrigens – übertragen – auch nicht immer verkehrt sein muss. An der Universität Bremen müssen Bewerbungen an bestimmte Posten komplett anonymisiert laufen. Sprich, man schreibt ein neutral formuliertes Anschreiben, und legt weder Foto, noch Geschlecht, noch Alter, noch Herkunft, noch Namen bei, und wird daher einzig nach seiner Leistung und dem Anschreiben beurteilt. Erst wenn man eingestellt wurde, reicht man entsprechende Nachweise, wie Zeugnisse, etc. nach (wo dann auch ersichtlich wird, welche äußeren Merkmale man so hat).

      Das ist ein faires System, dass ist echte Gleichberechtigung. Interessanter Weise finde ich solche Forderungen in keiner Frauenbewegung. Dort heißt es nur Frauenquote, und “bei gleicher Qualifikation muss die Frau eingestellt werden” – und spiele ich nicht mit, kann es Klagen regnen…

      Zu Deinem Link: Aus dem selben Grund bin ich kein Freund der Antifa. Auch wenn ich die Ziele mehr als Gut heiße – die Art und Weise, wie versucht wird, diese zu erreichen ist einfach Kontraproduktiv, und sorgt letztendlich nur für Antipathie, und damit einhergehend eine unterschwellige, unbewusste Sympathie für die Gegenseite – denn wenn Antifaschisten viel schlimmer sind als Faschisten, sind Faschisten ja garnicht mehr so schlimm….

      • Das mit dem T-Shirt war jetzt nicht so ernst gemeint, als dass du da noch eine Abhandlung hättest zu schreiben müssen 🙂

        Das Bewerbungssystem ist in den USA ja gesetzlich vorgeschrieben (wobei es da noch Vorstellungsgespräche dazwischen gibt – mit entsprechenden Folgen). Aber stimmt, es ist komisch, dass man in Deutschland keine Forderung dafür mitbekommt. Und dabei würde das auch noch anderen benachteiligten Gruppen helfen.

        Den Bogen zur Antifa finde ich interessant. Denn wenn ich mir überlege, wäre ich Faschist und mit denen konfrontiert, würde mich das wahrscheinlich eher weiter reintreiben als zum Ausstieg zu bringen. Also noch eine Nummer härter als in dem Artikel.

  2. Ich bin recht spät dran, aber ich freue mich, dass ich nicht der einzige bin, der bei diesem Artikel der Mädchenmannschaft ziemlich ungläubig wurde. Man muss es sich mal vor Augen halten: Das sind die selben Leute, die für sich in Anspruch nehmen, jederzeit das zu tragen, was sie gerne möchten, ohne sich dafür zu rechtfertigen.

    Und auch die Hetenperformance hat damals bei mir beim ersten lesen ziemliches Kopfschütteln ausgelöst.Mit Glechberechtigung hat das lange nichts mehr zu tun, das ist die gelebte Heuchelei.

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