Der Esel im Brunnen


“Du bloggst mal wieder viel zu selten”, wurde mir neulich gesagt. Ja, das stimmt wohl (auch wenn es Zeiten gegeben hat, in denen ich noch weniger gebloggt habe). Ich habe leider wieder viel um die Ohren, und war in den letzten Tagen auch das ein oder andere Mal kurz davor alles hin zu werfen, weil nichts so funktionieren will, wie es soll(te); weil meine Ansprüche sehr hoch und mein Perfektionismus sehr fordern ist, und weil es oft auch nicht ausschließlich an mir liegt, dass es nicht so läuft wie es soll. Aber letztendlich liegt es dennoch nur in meiner Hand, Dinge zu ändern – es wäre einfach und bequem sich darauf auszuruhen, dass man für die Dinge, die nicht so laufen, wie sie sollten, nichts kann. Jedenfalls ist das einer der Gründe, warum der Blog mal wieder ein wenig vernachlässigt wird. Ein weiterer ist, dass ich, wenn ich mir mal Pausen erlaube, viel Zeit bei Facebook tot schlage – Microblogging. Wobei es für mich viel mehr eine Art sozialer Feedreader geworden ist: Ich habe alle möglichen Blog-, Bilder-, Video- und Textcontentgeneratoren bei Facebook abonniert, und nutze daher auch kaum mehr meinen Feedreader, oder Twitter, o.Ä. – Facebook aggregiert das wunderbar zusammen mit den Aktivitäten der “Freunde”, also einer sozialen Komponente – die auch noch durch Chat, Gruppen und Terminplanung ergänzt wird.

Auf Facebook kursiert zur Zeit diese schöne Geschichte (ist das nicht eine geschickte Überleitung zum Anfang? 😉 ). Wie auf Facebook üblich, als Bild das grausam gephotoshoped aussieht – und die Geschichte strotzt vor orthographischen und grammatikalischen Fehlern (ich will ja nicht behaupten, dass ich so viel besser sei – aber wenn die Dinge mir schon auffallen, dann sind sie wirklich übel) – und daher hab ich mich auf der Suche nach einer identischen Geschichte gemacht, die ich hier gefunden habe:

Eines Tages fiel ein Esel eines armen Bauern in einen alten, ausgetrockneten Brunnen. Der Esel schrie fürchterlich, aber dem Bauern und seinen Nachbarn gelang es einfach nicht, das Tier aus dem tiefen Schacht herauszuziehen, so ausdauernd sie es auch versuchten. Schließlich beschloss der Bauer schweren Herzens, den Esel sterben zu lassen.

Da der Schacht ohnehin zugeschüttet werden sollte, schaufelten die Männer Sand und Schutt in den Brunnen, um den alten Esel gleich im Schacht zu begraben. Als der Esel spürte, was mit ihm geschehen sollte, schrie er noch lauter als zuvor. Nach einiger Zeit wurde es jedoch still im Brunnenschacht. Ein kalter Schauer lief den Männern über den Rücken, denn solch eine Totenstille waren sie nicht gewöhnt. Die Männer schaufelten still weiter, sie mussten ihre Arbeit zu Ende bringen.

Schließlich wagte es der Bauer aber doch, in das zukünftige Grab des armen Esels hinabzusehen. Er staunte nicht schlecht, denn der Esel hatte etwas Erstaunliches getan. Jede Schaufel voll Dreck, die auf seinem Fell landete, hatte er abgeschüttelt, festgetrampelt und war auf diese Weise langsam immer höher gekommen. Als die Männer weiterschaufelten, war der Bodenim Brunnen nach kurzer Zeit hoch genug, dass der Esel aus eigener Kraft aus dem Loch heraussteigen und davontrotten konnte.

Oft gibt es Situationen, die uns aussichtslos erscheinen, doch gibt es immer wieder neue Chancen und Lösungen, die sich daraus ergeben können.

Ich werde mich natürlich auch nicht unterkriegen lassen. Probleme sind Herausforderungen, und stellt man sich ihnen dann kann man nur daran wachsen. Es gibt wie immer viel, an dem ich arbeiten kann, und das Jahresende wird zur Reflexion genutzt, sodass das Jahr 2013 noch Reibungsloser vonstatten gehen kann, und ich danach dann auch hoffentlich wieder mehr zum Bloggen komme 😉

Bis dahin wünsche ich allen meinen treuen Lesern eine besinnliche und schöne Adventszeit, sowie schöne Festtage. Man liest sich!

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