Das Leid von Informatik-, Mathematik- und Physikstudenten in der digitalen Welt hat ein Ende!


Mal wieder einen reißerischen Titel für einen Blogeintrag wählen: check! 😉

Nein, im Ernst. Kennt ihr das nicht? Man sitzt zu Hause am Schreibtisch, und aus dem Nichts springt einem eine wilde mathematische Formel an, und verwendet den Angriff “Verwirrung” der super effektiv ist? Also eine Formel, die man einfach nicht verstehen möchte und dann denkt sich: Mensch, frag ich doch mal schnell wen. Im 21. Jahrhundert heißt das: Schmeiß den Rechner an, guck über IRC, Jabber, Facebook, etc. ob irgendjemand online ist, und falls ja… ja, verdammt! Dann sitzt man dort, und stottert sich einen ab mit:

…und wenn ß| mit Index vars(phi) = ß’| mit Index vars(phi) [[phi]] index ß = [[phi]] index ß’

So, oder so ähnlich spielt es sich dann ab. Wenn ich Glück habe, kann mein gegenüber \LaTeX, und dann versuch ich das in \TeX-Schreibweise, wobei auch das nicht immer unbedingt schön aussieht. Bei einfachen Formeln eventuell leicht machbar kann da bei dem obigen Beispiel auch schon mal so etwas bei herauskommen:

\left. \beta \right|_{vars(\varphi)} = \left. \beta’ \right|_{vars(\varphi)} \Leftrightarrow [\![\varphi]\!]_{\beta} = [\![\varphi]\!]_{\beta’}

Trägt also manchmal auch nicht unbedingt zur Kommunikationsvereinfachung bei. Außerdem muss ich leider feststellen (auch wenn es bei uns z.B. Bestandteil des Informatik-Vorkurses war, und es spätestens nächstes Semester in einigen Seminaren sogar gefordert ist! Viel Spaß an alle, die sich dem bisher verweigert haben – ich werde sicherlich keine \LaTeX-Nachhilfen geben :P), dass nur die allerwenigstens auch wirklich \LaTeX beherrschen.

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, wie beispielsweise den Client tkabber, der auch mathematische Formeln in \LaTeX parsen kann. Dann kommt man aber wieder in die Diskussion dass die meisten Gegenüber kein Jabber nutzen wollen, weil sie doch schon ICQ (es ist echt unglaublich – den deutschen Artikel zu ICQ gibt es nicht mehr – kein enzyklopädischer Inhalt – Leute lernt Englisch, irgendwann bin ich wohl gezwungen nur noch englische Artikel hier zu verlinken…), MSN oder AIM nutzen, oder aber sich der Messenger ganz losgesagt haben, weil es ja Facebook gibt (auch hier kann man sich natürlich fragen, wie das sein kann, wo doch die meisten dieser Menschen von sich behaupten würden, dass sie technikversiert, oder gar Geeks/Nerds sein… geschweige denn Informatiker… aber naja – ich bin dieser Diskussion müde geworden 😉 ).

Nun gibt es aber wunderbarerweise mathb.in, und damit haben die Probleme ein Ende! mathb.in ist ein Pastebin-Dienst, d.h. eine Seite, die platt ausgedrückt, Text in einen URL verwandelt. Benutzt werden solche Dienste gerne in Chat-Räumen, weil es den Gesprächsfluss stört, wenn man dort längere Texte hinein kopiert und es auch viele Chat-Räume/-Netze gibt, die einen rauswerfen, weil dann eine automatische Spam-Kontrolle aktiviert wird. Eine kleine Renaissance erleben diese Dienste dank Twitter – ermöglichen sie doch auch längere Nachrichten in kleine Tweets zu verpacken. Interessant ist, dass einige dieser Dienste auch Rendering anbieten, und z.B. Quelltext anständig formatiert und mit Syntax-Higlighting darstellen.

Solch ein Rendering bietet auch mathb.in. Allerdings für mathematische Formeln. Dazu muss man nun leider wieder \LaTeX können, aber wie schon angedeutet, wer als Mathematik, Physik, oder Informatik-Student kein \LaTeX kann, der macht in meinen Augen irgendetwas verkehrt… Hier mal ein Beispiel, wie das ganze aussehen kann – übrigens an einem Live-Beispiel (das ich auch oben verwendet habe), dass ich vor einigen Tagen selbst in einem IRC Channel diskutiert habe… damals noch ohne mathb.in. Wer auf das Bild klickt, kommt übrigens auf den Live-Link.

Koinzidenzlemma @ mathb.in

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4 thoughts on “Das Leid von Informatik-, Mathematik- und Physikstudenten in der digitalen Welt hat ein Ende!

  1. Moin! Hübsch, hübsch – Dein Koinzidenzlemma hat allerdings einen kleinen Fehler: Es gilt die Implikation (von links nach rechts) aber nicht die Äquivalenz. Die “zweite“ Implikation lässt sich z.B. falsifizieren durch phi = X1 v X2 und Belegungen ß, ß’ mit ß(X1) = 0 = ß'(X2) und ß(X2) = 1 = ß'(X1). Gruß, Max

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