Amazon (als Student)


So, dieser kleiner Eintrag soll sich um Amazon drehen. Warum ausgerechnet Amazon? Nun, es gibt zwei Services, die besonders als Student sicherlich interessant sind. Der erste Service ist allerdings auch für alle normalsterblichen Vielleser, alle die gerade umziehen und Balast los werden wollen, oder generell alle Leute, die mal wieder ausmisten müssen interessant.

Fangen wir also an mit dem ersten Feature: Dem Einschicken von gebrauchten Büchern.

Trade-In nennt sich das ganze, und ist, soweit ich weiß immer noch Beta-Stadium, funktioniert aber wunderbar, wie wir schon getestet haben. Die Funktion ist wunderbar einfach: Man gibt bei Amazon auf der amazon.de/trade-in-Seite die ISBN seines Buches ein. Akzeptiert werden neben deutschsprachigen auch fremdsprachige Bücher, sowie Computerspiele für jegliche Plattformen (hier dann die EAN eingeben). Nicht alle Bücher werden akzeptiert, aber wenn die ISBN gefunden wird, dann hat man einen Treffer. Man kann natürlich auch nach Produktbezeichnung, Titel etc. suchen. Problematisch ist bei dem Vorgehen aber, dass Amazon wirklich nur die Waren annimmt, die sie explizit angibt. Das Buch in der aktuelle Auflage kann beispielsweise noch genommen werden, das in einer älteren nicht. Deshalb ist es besser nach ISBN/EAN zu gehen – man findet diese ja auch auf dem Produkt das man einschicken möchte.

Hat man seinen Artikel gefunden, muss der Zustand des Artikels beschrieben werden. Bei Amazon lassen sich für Spiele zur Zeit drei Zustände angeben “Gut”, “Wie neu” und “Akzeptabel”.
Bei Büchern wiederum gibt es nur “Gut”.

Generell lässt sich sagen, dass die Ware gesundem Menschenverstand entsprechen muss – d.h. es darf keine irgendwie abgestempelte, oder zum Wiederverkauf ungeeignete Ware sein (steht in diesem Fall drauf!) – das umfasst auch Mängelexemplare. Ansonsten muss die Ware vollständig und einwandfrei sein, natürlich ein Originalprodukt, etc. Bei Büchern, die stark beschädigt sind, bei denen Seiten fehlen, Zusatz-CD-Roms fehlen, ins Buch geschrieben wurde, etc. ist der Versand sinnlos. Ebenso bei Spielen die nicht vollständig sind, die nicht mehr funktionieren, weil der Datenträger beschädigt ist, o.Ä.

Wichtig: Akzeptiert Amazon die Ware nicht, kann man angeben, ob man diese dann zurückgesendet bekommen möchte, oder aber ob diese von Amazon entsorgt werden soll (in Bestimmten Fällen, bspw. Raubkopien wird sicherlich nur entsorgt, und man wird sich auf Ärger einstellen müssen!). Amazon behält sich aber bei Verdachtfall vor, Waren auch nicht mehr zurück zu senden und Kunden auszuschließen – etwa wenn man den Service missbraucht, indem man regelmäßig nur Schrott einschickt, etc..

Wir haben es wie gesagt schon zweimal ausprobiert, einmal mit 3 Büchern (ist sogar schon ein Weilchen her), und ich habe es jetzt noch einmal als Student ausprobiert. Es geht ganz einfach und unproblematisch. Wenn man die Bücher gefunden hat, wird einem gleich der Preis gezeigt, für den man das Buch eintauschen kann. Hat man alle Bücher die man eintauschen möchte, ausgewählt, so gibt es einen ähnlichen Prozess wie beim Auschecken des Warenkorbs: Es werden einige Daten abgefragt, etwa ob das Paket per DHL (vorfrankiert) oder mit eigenem Versanddienst (dann auf eigene Kosten) versendet werden soll, von welcher Absenderadresse dies geschieht, was passieren soll, wenn der Artikel nicht mehr von Amazon akzeptiert wird, etc.

Zuletzt bekommt man eine Packliste und ein Etikett zum Ausdrucken, auf denen sich jeweils Barcodes befinden. Die Packliste kommt in das Paket, das Etikett klebt man auf das Paket (vorausgesetzt man hat die DHL gewählt). Man hat nun 1 Woche Zeit, das Paket zu versenden, ansonsten verfällt die Transaktion. Das ist natürlich nicht weiter schlimm, man kann jederzeit den Vorgang wiederholen – allerdings könnte dann natürlich der Preis den man bekommt, sehr viel geringer ausfallen.

Wie ich schon schrieb, unser erstes Paket beinhaltete 3 Bücher, davon einige mit sehr gutem Preis, andere mit sehr geringem. Insgesamt betrug der Preis etwa 30% der Originalpreise. Meine zweite Sendung war dann ein ziemlich teures Lehrbuch für das es insgesamt immerhin noch knappe 50% des Einkaufspreises.

Mit dem “Erlös” hab ich mir dann übrigens die wunderbare Diskografie von HENKE, bestehend aus 2 EPs und einem Album, gegönnt. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Vor allem das Album Seelenfütterung ist ganz große Klasse. Auch die EPs sind natürlich nicht schlecht, aber für eine 4-Track EP sind 10€ und 8€ doch recht happig. Soll es doch eine EP sein, dann rate ich vor allem zur Herz, denn mit Herz, Helden und Orangenschiffchen sind hier drei echt umwerfend tolle Songs erschienen – vor allem das Duett mit Soja Kraushofer im Song “Helden” ist ein Ohrenschmaus 🙂 Aber darum soll es hier nicht gehen.

Amazon Student: Wer kein Student ist, hat nun schon alles gelesen, was ich zu erzählen habe. Alle die, die Studenten sind, bekommen aber noch ein wenig mehr von Amazon: Amazon bietet auch ein spezielles Programm, genannt Amazon Student. Über diesen Link kann man sich bei Amazon Student anmelden. Als Student hat man vor allem drei große Vorteile:

  1. Eine einjährige kostenlose “Amazon Prime” Mitgliedschaft.
  2. Einen Zuschlag von 20% für Trade-In Erlösen
  3. Bis zu 4 Jahre während des Studiums (vorzeitiges Ende des Studiums sorgt für vorzeitiges Ende der Amazon Students) kann man dann noch vergünstigt “Amazon Prime”-Kunde sein, und zahlt keine 30€/Jahr, sondern lediglich 15€/Jahr.

Als Prime Kunde hat man vor allem den Vorteile beim Versand. So werden alle Pakete (so verfügbar) zum nächsten Werktag geliefert, wenn man noch rechtzeitig (bis irgendwann früher Nachmittag) bestellt, ganz ohne Mehrkosten. Auch die Mindestbestellhöhe von 20€ entfällt komplett. Möchte man die Ware noch früher haben, kriegt man für zusätzliche 5€ pro Artikel (! Nicht Bestellung !) das Paket auch schon am nächsten morgen, selbst wenn man später bestellt – oder sogar am gleichen oder darauffolgenden Abend (auch wieder je nach Bestellzeit); sicherlich interessant für alle Last-Minute-Geschenkekäufer 😉 (ja, auch ich kenne das… 😛 )

Einziger Nachteil, den man gegenüber der regulären Pirme-Mitgliedschaft hat: Als Prime Mitglied kann man bis zu 4 Personen, die ebenfalls im Haushalt leben, zu Prime-Mitgliedern machen, ohne dass dies etwas kostet (also können bei WGs oder Familien alle von der Prime-Mitgliedschaft eines Haushaltsmitglieds profitieren). In der Studenten-Version entfällt dies – allerdings werden auch bestehende Mitgliedschaften nicht verändert – sprich, wenn ich Prime-Mitglied bin, und dann Amazon Student werde, wird die Prime-Mitgliedschaft, so wie sie ist, in Amazon Student übernommen, und für das nächste Jahr dann kostenlos, und die 4 Jahre darauf für die hälfte des Preises. Waren 4 weitere Personen vorher über den Student Mitglied, bleiben sie es.

Also lohnt sich dies in jedem Falle – und wer clever ist, lässt jetzt den Sohnemann/Tochterfrau/Mitbewohner, der Student ist, oder es werden will, Prime Mitglied werden, teilt die 30€ gerecht auf, und freut sich dann nächstes Jahr auf ein kostenloses weiteres Jahr 😉

Übrigens: Wer über Amazon Students etwas einschickt: Die Vergütung erfolgt wie gewohnt – der 20% Zuschlag wird erst später (zeitverzögert) als Gutschein-Code nachgereicht. Also nicht wundern, wo die +20% bleiben – das dauert nur ein kleinen wenig länger… Hätte ich das früher gewusst, wären meine CDs noch günstiger geworden 😉

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2 thoughts on “Amazon (als Student)

    • Gerne! Freut mich, wenn ich noch jemanden etwas zeigen kann, dass derjenige noch nicht kannte. Ich hab den Artikel nämlich schon seit 4 Monaten auf der Festplatte, fürchte ich. Und irgendwann hat es dann die Runde gemacht, so dass ich eigentlich angenommen hab, niemanden mehr so wirklich damit zu erreichen. Aber so hat sich das dann ja doch noch gelohnt, den zu veröffentlichen 🙂

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