Sommersemester 2012


Es ist schon wieder so weit. Ein weiteres Semester hat sich nun vollends dem Ende zugeneigt – dies eigentlich schon am 31.03., die Vorlesungen allerdings endeten schon Ende März/Anfang Februar, die letzten drei Februar-Wochen wurden mit dem Schreiben der Klausuren verbracht – und da ich in diesem Prüfungszeitraum auch alle Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht habe, habe ich seit dem frei. Tatsächlich das erste mal sogar wirklich frei, seit 1,5 Jahren Universität – und nach 5 Jahren Arbeit – denn so viel Zeit am Stück hatte ich noch nie. Während des Urlaubs Stand bei mir oft lerne an, und die letzten zwei Semester hatte ich Prüfungen im zweiten Prüfungszeitraum, weswegen auch hier immer das Lernen im Hinterkopf hängen blieb, und man nicht wirklich abschalten konnte.

Mit dem Ende von Februar und dem Anfang vom März 1,5 Monate, richtig, echt frei. Was macht man mit so viel Zeit? Nun, neben etlichen privaten Projekten, die ich angerissen habe – viel zu wenig von dem geschafft, was ich wollte, viel mehr geschafft, als es den Anschein hat – war dies auch eine gute Gelegenheit, mal in sich zu gehen, in Ruhe nachzudenken, über die Uni, das Leben, die Zukunft, und dem, was gelaufen ist. Und so etwas tut manchmal echt gut und ist notwendig. “Find your passion” heißt der letzte Schritt im “Zen to Done“-System, Maslow redet von der “Selbstverwirklichung” auf der obersten Stufe seiner Bedürfnispyramide. Und da ich schon keinen Jahresrückblick gemacht hab, bot es sich gleich doppelt an, nach meinem Geburtstag am 10. März, als auch jetzt noch einmal, über alles nachzudenken. Denn es ist Halbzeit und einem Jahr werd ich aller spätestens anfangen müssen, mir Gedanken über “was dann?” zu machen. So viele Möglichkeiten, so viele Ideen – was davon bin ich, was will ich, wo will ich hin?

Was ich sicher weiß: Ich bleibe an der Uni. Aber, ein Tapetenwechsel täte mir sicherlich gut, auch wenn in Kiel bleiben bequem und einfach wäre – auch wenn ich angefangen habe, hier Freunde zu finden, Leute schätzen gelernt habe, täte Veränderung sowohl Laufbahntechnisch als auch Persönlich ganz gut. Aber wohin? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich im Bereich der Künstlichen Intelligenz Fuß fassen möchte, und parallel macht sich die Idee breit, daneben auch in der Physik Fuß zu fassen; die Astrophysik, welche ich hier als Anwendungsfach (bei anderen heißt es höchstwahrscheinlich Fachergänzug oder Ähnliches) belegt habe, ist schuld. Die Frage ist nur: Wo? Ich würde gerne mal wieder einen Auslandsaufenthalt haben, allerdings käme hier dann nur das Englischsprachige Ausland in Frage, oder Universitäten mit englischsprachigen Studiengang. Interessieren würde mich aber viel eher Spanien oder Frankreich. Und was ist mit Deutschland? Das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz liegt in Kaiserslautern, und hält dort enge Beziehungen zur Technischen Universität Kaiserslautern. Als Uni ist mir diese noch nie wirklich in Erscheinung getreten – hört man als Informatiker doch viel eher von der Universität Bochum oder Aachen, die den Ruf haben, auf diesem Gebiet sehr gut zu sein. Wenn man sich aber für Künstliche Intelligenz interessiert, scheint das die beste Wahl in Deutschland zu sein. Und im Ausland? Falls ich in die Staaten ziehen sollte, dann erst um einen Doktor zu machen. Und wenn es das englischsprachige Ausland wird, dann ist Amerika im Bereich Künstliche Intelligenz eigentlich die beste Wahl. Privat würde mich Süddeutschland zur Zeit sehr reizen – in BaWü war ich z.B. noch nie, und dort soll es sehr schön sein. Aber es gibt ja auch noch das deutschsprachige Ausland – Schweiz? Privat wäre das hochinteressant, und auch die Universität St. Gallen hat ja einen sehr guten Ruf.

Bis dahin ist allerdings auch noch ein wenig Zeit. Jetzt steht erst einmal das nächste Semester an. Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Tasche ist gepackt, der Stundenplan gemacht, und befindet sich in digitaler und ausgedruckter Form bei mir – sobald er die erste Woche überlebt hat, und sicher fix ist, werde ich ihn dann auch noch mal in schön Ausdrucken. Die letzten Erinnerungen an Konzerte und Freizeit wurden entfernt – nur noch ein schwarzer Rand erinnert daran, die Haare gestutzt, ich bin frisch rasiert; ab heute also geht der ernst des Lebens wieder los – früh aufstehen, und wieder in so etwas wie einen Tag-Nacht-Rhythmus zurück finden, auch wenn ich meine Nachtaktivität eigentlich nicht los werden möchte. Aber es hilft nichts, und das Frühaufstehen, wie ich es in Husum eine Zeit lang betrieben hatte (jeden Tag um 5 Uhr aufstehen) hätte auch mal wieder etwas – morgens bekommt man viel geschafft und ist dabei wach und motiviert (nachts mangelt es am Wachsein). Schlaf wieder reduzieren, ich würde es gerne schaffen, mit nur noch 4-5 Stunden auszukommen. Ob das geht, weiß ich nicht, auch nicht ob es gut ist – aber zu viel schlafen klaut zu viel Zeit, und ich möchte meine Zeit anders nutzen. Der Start ins Studium war grandios, zwischenzeitig hab ich aus privaten Gründen stark nachgelassen (eine Trennung nach 7 Jahren streicht leider nicht ohne Spuren an einem vorbei, so sehr man sich das auch wünscht), nun aber ist es an der Zeit auch das hinter sich zu lassen, und wieder zu glänzen. Ich habe mich verändert, sagte eine gute Freundin neulich. Darüber musste ich lange nachdenken, aber ja, sie hat recht – das habe ich. Ob das nun positiv oder negativ ist, weiß ich nicht – sie hatte das Gefühl, dass es negativ sein könnte, aber mir geht es gerade ziemlich gut. Dennoch, ich glaube die allerwenigsten werden von dieser Änderung überhaupt etwas mitbekommen, da es sehr private Bereiche betrifft, die ich nicht ins Internet tragen werde (ja, die gibt es, auch wenn einige das nicht glauben werden – ich schätze 98% der Leute, die mich kennen, kennen mich sehr viel schlechter, als sie glauben 😛 ).

Ab jetzt also wieder Vorlesungen und Übungen besuchen, Lernen, Arbeiten, die Freizeit mit Sport füllen und neben all dem dann auch noch genug Freizeit für mich und meine Freunde finden… und dabei im Studium brillieren. Mal schauen wie gut das alles unter einen Hut passt. Wir werden’s sehen 😉

Blogtechnisch hab ich einiges Vorbereitet, es sind mindestens, 5 oder 6 Beiträge fertig, die in den nächsten Tagen online gehen könnten, ohne dass ich noch sehr viel dafür tun müsste. Hier wird es also erst einmal weiter gehen – zum Sommer hin könnte es dann aber auch wieder ein wenig spärlicher werden mit den Beiträgen – bis dann die nächste Beitragsflut folgt. Ich hoffe also, ihr bleibt mir weiterhin gewogen.

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