Die lassen sich nicht lumpen…


…die Damen und Herren bei der CONTRAPACK Verpackungs GmbH.

Brillenträger kennen das Leid: Man fährt sich kurz durch die Haare und eine Strähne landet im Gesicht, eine Fliege klatscht an die Brille, irgendjemand anders tapst aus versehen drauf – und schon gibt es einen Fettfleck. Egal, wie sauber die Hände auch sind, egal wie klein die Fliege ist. Es gibt einen Fleck auf dem Glas – und der ist eklig und tierisch nervig.

Ich weiß, es gibt Leute, die Zentimeter-Schichten Fett und Staub auf der Brille haben, und denen dies nichts ausmacht. Mich persönlich jedoch macht es verrückt, wenn einzelne kleine schlieren in meinem Sichtfeld sind, die sich mit meiner Kopfbewegung mitbewegen; es nervt mich, wenn an einer, und wenn auch noch so winzigen Stelle in meinem Blickfeld alles unscharf ist; und es ist unsagbar anstrengend, wenn sich das Licht in einem Bestimmten Bereich des Sichtfeldes einfach komplett anders bricht, und im Worst-Case auch noch über den Fleck streut. Abhilfe schaffen hier neben ein Brillenputztuch aus Stoff oft nur spezielle, feuchte Einweg-Brillenputztücher, die es auch schaffen, ordentlich Fett zu lösen, und nicht nur zu verschmieren. Für zu Hause tut es freilich auch ein Tropfen Spühlmittel, aber für unterwegs haben sich diese Brillenputztücher als wahrer Segen herausgestellt. Und so habe ich immer eine ganze Hand voll auf alle meine Rucksäcke und Jackentaschen verteilt, damit man immer eins zur Hand hat, sollte man es benötigen.

Zunächst hatten wir eine riesige Vorratspackung aus dem Aldi. Nachdem diese sich dem Ende zuneigte, und wir uns, da es sich bei Aldi um ein temporäres Angebot handelte, nach etwas neuem umsehen mussten, griffen wir zu “Clean & Fresh Brillen Putztücher” aus dem Hause “Contrapack Verpackungs GmbH”. 30 Stück pro Packung waren nach dem Aldi-Monsterpack relativ wenig, aber immerhin war der Preis auch für ein Sky-Produkt noch relativ günstig. Leider war die Enttäuschung dann um so größer, als sich herausstellte, dass die Produktion nicht ganz so dolle war: eine Fehlerrate von über 25%, d.h. über 7 Tücher waren defekt. Defekt hieß in dem Falle entweder, dass die Verpackung nicht anständig verschlossen war, und das Tuch innen drin eingetrocknet ist, oder aber, dass die Verpackung ganz leer war. Nach der ersten Hand voll war mir das dann doch ein wenig zu viel – ich meine, ich weiß ja, dass es Produktionsbedingt immer ein wenig Ausschuss gibt – aber dieser sollte Aussortiert werden, und wenn es mal das ein oder andere defekte Päckchen dennoch schafft, dann kann man das auch verkraften. Aber 25%? Ich suchte die letzten noch verbliebenden leeren Tücherpäckchen zusammen, steckte sie mit einem Beschwerdebrief in einen Umschlag und ab ging die Post. Das war vor einem Monat.

Gestern erreichte mich unerwarteter Weise ein Päckchen. Ich selbst war nicht da und so nahmen Nachbarn das Päckchen entgegen. Da ich nichts erwartete, war ich sehr neugierig. Und siehe da, es war ein Paket von Contrapack.

In einem Brief wurde mir das Bedauern und eine Entschuldigung ausgesprochen, sowie Dank dafür, dass ich mir die Mühe gemacht hatte.

In unserem Betrieb stellen wir 120 Millionen Brillenputztücher pro Jahr her. Trotz eines ausgeklügelten Kontrollsystems läßt es sich nicht vermeiden dass es zu Fehler in der Produktion kommt. Leider ist es so: “Wo Menschen arbeiten und Maschinen sich drehen, passieren Fehler”.

Mit dem Versprechen dass Sie ihr Kontrollsystem noch weiter verbessern würden endete der Brief mit:

Als Entschädigung für Ihre Mühen haben wir Ihnen einige Brillenputztücher beigelegt.

Brillenputztücher noch und nöcher...

Einige” heißt in diesem Fall 102 Tücher. Davon 6 Microfaser-Mehrfachtücher, die trocken benutzt werden (und wahrscheinlich auch eher für Linsen und dergleichen gebraucht werden sollten), 10 Erfrischungstücher wie man sie aus Raststätten-Restaurants kennt, und 86 Brillenputztücher. Und auf den ersten Blick scheint auch alles heil zu sein. Damit lässt sich sicherlich eine Weile auskommen 🙂
Und wenn diese dann aufgebraucht sind, sind wir auch gerne Bereit, den Clean&Fresh-Tüchern noch einmal eine Chance zu geben. Vielleicht hatten wir ja tatsächlich auch nur eine blöde Packung erwischt – und falls nicht, sollte der Kontrollprozess bis dahin sicherlich auch entsprechend optimiert worden sein!

Vielen Dank, liebe Contrapack Verpackungs GmbH

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