Gute Vorsätze 2011


Ich kenne viele Menschen, die sich zu Neujahr keine guten Vorsätze mehr machen. Viel zu oft höre ich, dass man sie doch eh nicht einhalte, dass sie am nächsten Morgen wieder vergessen seien, etc.

Für mich jedoch gehört es irgendwie zu Silvester, es ist, wenn man so möchte eine Tradition – und zumindest aus Sicht der Zeitmanagement- und Produktivitätsgurus auch notwendig, um sein Leben in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Das wichtige ist dabei, dass man seine Ziele smart formuliert, d.h. sie sind Spezifisch, Messbar, Akzeptierbar, Realisierbar und Terminierbar sein. Sprich, ein vage formuliertes Ziel, wie etwa “mal wieder mehr Sport machen” ist genau so wenig sinnvoll, wie ein Ziel, etwa “das Rauchen aufgeben”, dass man nicht erreichen möchte, also innerlich nicht akzeptiert. Wichtig ist auch, dass man sich keine ellenlange Liste macht!

Ein Beispiel für (hoffentlich) gute Vorsätze möchte ich anhand meiner Ziele für das Jahr 2011 geben 😉

Meine Vorsätze leite ich meist aus meinem Jahresrückblick ab. Wenn ich mir über das vergangene Jahr Gedanken mache, jeden Monat mit all seinen schönen aber auch schlechten Momenten Revue passieren lasse, und mir Stichwortartig die wichtigsten Sachen in mein Superbuch schreibe, fällt mir schnell auf, was mir nicht gefallen hat.

Erster Vorsatz

Nehmen wir ein Zitat aus meinem letzten Beitrag:

Gelesen habe ich dieses Jahr leider nur “Markus Heitz: Die Kinder des Judas”, wobei ich auch den zweiten Teil “Judassohn” angefangen habe, und ihn sogar fast zur hälfte durch hatte – dann aber aufgrund von fast einem halben Jahr Unterbrechung jetzt erneut angefangen habe.

Dieses möchte ich definitiv ändern. Ich möchte wieder mehr lesen, und da ich dies schon seit bestimmt über 4 Jahren beklage, möchte ich diesmal noch weiter gehen, es als eines meiner Jahresziele setzten, und mir, inspiriert von der Bücherkiste bei Blogblume, ein messbares Ziel setzen. Seitenzahlen finde ich dabei schwierig einzuschätzen, daher lege ich mich zunächst einmal auf eine Anzahl von Büchern fest. Der Umfang der Bücher ist mir zunächst einmal egal – hauptsache ich komme wieder rein ins regelmäßige lesen. Aber zählen werde ich die Seiten dennoch, es wäre ja mal ganz interessant zu sehen, und vielleicht entwickle ich ja dann für die “Kennzahl” Seitenzahlen/Jahr ein Gespür. Da mich das Studium zeitlich sehr stark einplant, denke ich dass 1 Buch pro Monat ein gutes Ziel ist. Mitte des Jahres werde ich dann mal sehen, wo ich stehe, und ob dieses Ziel zu hoch oder zu niedrig gesteckt ist, und dann eventuell eine Korrektur des Ziels (nur nach oben, natürlich 😉 ) vornehmen. Mein erster Vorsatz für nächstes Jahr lautet also: 12 Bücher zu lesen. Bei 2 Büchern pro Jahr ist dies eine Steigung um 600%. Da ich den Judassohn noch einmal neu angefangen habe (und das nach Weihnachten), werde ich den noch in dieses Jahr rein nehmen. Über weitere Bücher habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Wie ich das ganze hier präsentieren werde, darüber muss ich mir noch klar werden – Ricarda war mir hier aber eine große Inspiration 🙂

Zweiter Vorsatz

Mein zweiter Vorsatz für das Jahr 2011 wird sein, wieder mehr Sport zu treiben! Leider hab ich, studiumsbedingt in den letzten Monaten kaum mehr Fitnesstraining gemacht und war auch schon 3 male nicht beim Jiu-Jitsu. Das muss sich nächstes Jahr bessern. Mein Ziel war es, jeden zweiten Tag Sport zu machen. Da dies sich leider als utopisch herausgestellt hat, werde ich nun folgenden Vorsatz treffen: Jede Woche 1 mal beim FiZ und kein weiteres mal zeitbedingt das Jiu-Jitsu ausfallen lassen.

Dritter Vorsatz

Damit das möglich ist, wird ein dritter Vorsatz nötig: Ich muss mein Zeitmanagement wieder besser auf die Reihe bekommen. Zwar ist das Studium hart und kostet viel Zeit, aber durch eine bessere Nutzung der Zeit und gezielteres Arbeiten ließe sich hier einiges optimieren. Messbar soll dies vor allem dadurch werden, dass ich von nun an alle meine Zettel an den Tagen bearbeite, an denen ich sie bekomme. Dies bedeutet vor allem, dass die Zettel alle noch vor dem Wochenende so weit fertig sind, dass sie lediglich abgeschrieben werden müssen. Das Wochenende soll primär zur Nach- und Vorbereitung genutzt werden. Außerdem möchte ich mir am Wochenende einen Tag für meine Freundin freihalten, an dem wir Ausflüge machen können, o.Ä.
Das bedeutet dann zwar ein hartes Wochenpensum und viel Arbeit in der Woche, aber ich denke, es ist machbar.

Zusammengefasst

  • Ziel 1: 12 Bücher im Jahr 2011
  • Ziel 2: 1x die Woche FiZ + 1x die Woche Jiu-Jitsu
  • Ziel 3: Alle Zettel in der Woche erledigen.

Alle Ziele sind hinreichend spezifisch und haben messbare Kriterien, an denen ich sehen kann ob ich sie einhalte, oder nicht. Die Realisierbarkeit kann ich nur schätzen, allerdings hilft mir die Messbarkeit auch, um zu sehen, ob ein Ziel zu hoch oder zu niedrig angesetzt ist. Hier lässt sich im Notfall auch gegensteuern, und Zielkorrekturen vornehmen. Und da es meine Ziele sind, die ich mir aus meinen Rückblicken herleite, aus Missständen, die ich als solche identifiziert habe, und beheben möchte, sind sie auch akzeptiert 🙂

Leider hängen alle Ziele leicht von einander ab. Wenn ich Ziel 3 nicht schaffe, so werden wohl auch Ziel 1 und 2 stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher wird Ziel 3 die höchste Priorität bekommen, danach kommt Ziel 2 und dann Ziel 1. Ziel 3 wirkt sich indirekt auch auf meine Studienleistung aus – “sich im Studium verbessern” als solches ist ja kein gutes Ziel 😉 3 Ziele sollten reichen. Zu den Quartalen möchte ich jeweils einen kleinen Zwischenstand geben, dadurch bin ich gezwungen, Rechenschaft abzulegen, was mich zusätzlich motivieren sollte, die Ziele einzuhalten.

Und ihr?

Wie sieht es denn bei euch aus, mit den guten Vorsätzen? Was habt ihr euch vorgenommen, wie versucht ihr eure Vorsätze einzuhalten? Was hat in der Vergangenheit gut geklappt, wovon ratet ihr ab? Ich bin sehr gespannt, und freue mich auf Kommentare oder entsprechende Ping-Backs!

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