Das Jahr 2010


Hier ist er also, mein erster deutscher Blog-Eintrag, und zwar mein persönlicher Rückblick auf das vergangene Jahr. Mein Jahr 2010 war besonders Ereignisreich. Nach 5 Jahren nahezu geregeltes Leben gab es einen deutlichen Umschwung, einen Cut in meinem Leben, einen Neuanfang. Dieser hätte eigentlich schon Mitte 2009 passieren können; ich bereue es ein wenig, dass ich nicht früher den Mut gehabt hatte, diesen Schritt zu gehen. Auf der anderen Seite: Wer weiß, welche Chancen ich damit nicht hätte ergreifen können, die ich dieses Jahr hab ergreifen können.

Zusammengefasst gab es dieses Jahr einige Konfrontationen im Unternehmen, und wenn man so will auch einen Wandel in mir. Ich habe nicht mehr alles einfach hingenommen, habe nicht mehr immer Kleinbei gegeben, und vor allem habe ich mich auch nicht gescheut, auf Konfrontationskurs zu gehen. Das hat auf vielen Ebenen für positives Feedback gesorgt, mich und meinen Charakter gestärkt und auch für Anerkennung gesorgt. Aber natürlich gab es auf der anderen Seite auch Probleme, und als sozusagen Auszubildender der ich war, sitzt man nun mal Direktoren gegenüber am kürzeren Hebel, selbst wenn man die besseren, sachlicheren Argumente hat und objektiv gesehen im Recht ist. Ich konnte dennoch einiges erreichen auf das ich Stolz bin, gerade im Bereich der JAV.

Ich habe einen neuen Blog gestartet, den ich aber kurzfristig wieder eingefroren habe – ob ich ihn noch Mal öffne und falls ja, was ich daraus mache, bleibt erst einmal noch komplett offen. Auch in diesem Blog hat sich einiges geändert. Ich werde an persönlichen Details sparen, in Zukunft mehr auf Deutsch schreiben, und mir noch Gedanken darüber machen, wie ich das ganze hier weiter führen werde.

Das Jahr 2010 war sehr mittelalterlich, insgesamt waren wir 4 Male auf verschiedenen Mittelalterlich Phantasie Spectaculi (MPS), und haben dort 5 Tage verbracht, und ich habe dort meine musikalische Entdeckung des Jahres 2010 gemacht, Rapalje. Außerdem haben wir den Heider Marktfrieden besucht, der uns aber nicht ganz so begeistern konnte, wie die MPS.

Musikalisch durfte ich dieses Jahr folgende Bands live erleben: Rapalje, Methusa, Faun, Emilie Autumn, Zeraphine und zwei male ASP. Alle Live-Konzerte waren Highlights. Emilie Autumn hatte ich das erste Mal in einer Musikshow gesehen, und sie hat mich einfach nur umgehauen, großartig (ich berichtete). Methusa haben auf dem MPS in Hohenwestedt im Publikum regelmäßig zum Tanz aufgespielt, und waren sehr toll. Rapalje waren bei allen 4 malen, die ich sie Erleben durfte, großartig. Besonders die Nachtkonzerte waren toll, Zugaben wurden noch und nöcher gespielt, und da die Fans nicht genug bekamen, ging es dann (auf der Hamburger Trabrennbahn – einer Location, die ich für das MPS nicht weiter empfehlen kann!), wie bei dem Rattenfänger von Hameln mit Dudelsack und Geige nochmal von Taverne zu Taverne – aus einem Konzert das um 0 enden sollte, wurde eins, dass um 1:30 endete (und um 1 sollte das Gelände geräumt sein). Zeraphine haben wir das letzte mal vor etlichen Jahren gehört, und immer nur auf Festivals. Dieses Konzert war daher ganz besonders toll, und es war so großartig. Das Publikum war klasse, Sven war klasse, alle waren super drauf – es gab diesen berühmten Funken, der vom Publikum auf die Band übersprang und umgekehrt von der Band aufs Publikum. Und ASP haben dieses Jahr sowohl gerockt, als auch gefolked. Neben dem “klassischen” Rockkonzert, dass diesmal zum Teil ein Wunschkonzert war, und bei dem ganz besonders aufgefahren wurde, gab es den zweiten Teil der “Von Zaubererbrüdern”-Tour. Akustisch lud die Band mit mehreren Freunden zum Krabat-Zyklus, und es wurde mit einigen musikalischen Überraschungen aufgewartet. Insgesamt war es sehr zauberhaft.

Wo wir eh schon gerade bei Musik sind, eine weitere Entdeckung 2010, wenn auch bisher nur auf Tonband, ist Adversus. Die zwei Platten Winter, so unsagbar Winter… und Einer Nacht gewesenes haben es mir unglaublich angetan, insbesondere die Songs “Seelenwinter”, sowie “Ein Sehnen” direkt gefolgt von “Spinnenbein und Falkenherz” möchte ich hervorheben. Innerhalb von einem Monat habe ich diese Songs nun schon um die 60 mal gehört.

Es wurde dieses Jahr auch Raum für neue Hobbies geschaffen. Neben dem Sport im Fitness-Center, zu dem ich mich seit 2009 habe durchringen können kommt nun auch noch die Kampfsportart Jiu-Jitsu aus dem Uni-Sportverein hinzu, mit der ich mir einen lange gehegten Traum erfülle. Völlig unerwartet hingegen kam außerdem das Geocaching hinzu. Eher durch Zufall bin ich mal wieder über diese geekige, eigenartige und zugleich lustige Freizeitbeschäftigung gestolpert, und hab mich diesmal dazu durchgerungen, es einfach mal zu machen (nachdem es sich mit einem Spaziergang verbinden ließ). Zwar war das erste mal sehr zaghaft und holprig, aber dennoch kaum dass man den Cache gehoben hatte, sprangen Skepsis und Zweifel in Begeisterung über. Insgesamt haben wir dieses Jahr im Sommer 39 Caches von 46 angegangenen bergen können.

Ansonsten ist festzuhalten, dass meine Freundin und ich unseren ersten gemeinsamen Urlaub hatten, an dem wir nach København gefahren sind. Es waren nur ein paar Tage und es war tierisch Kalt, was das Zelten ziemlich unangenehm machte – aber es waren dennoch sehr schöne, entspannte Tage, an denen ich es geschafft habe, zumindest ein wenig abzuschalten.

Wie ein Jahresende fühlt sich dieses Silvester dennoch nicht für mich an – kam doch der Wechsel erst Ende Oktober, durch den Umzug nach Kiel, durch das Aufgreifen des Studiums hier, und dem Start mit was komplett neuem: Ein richtiges Studentenleben, gepaart mit dem Stadtleben und damit unglaublich vielen Möglichkeiten – etwas, dass ich seit Husum nicht mehr gewohnt bin. Neben Studium und Sport, sowie verfolgen meiner Hobbies bin ich nun auch Fachschaftsvertreter, habe hier einen DVD-Abend auf die Beine gestellt, und möchte mich politisch mehr Engagieren. Und falls ich es schaffe, werde ich auch mal wieder öfters beim CCC vorbeischauen, der hier in Kiel mit der Chaoskueste einen eigenen Chaostreff hat.

Filme gab es dieses Jahr viele, ich habe einige alte Klassiker endlich gesehen, mir viele DVDs geliehen, und war oft im Kino. Es fällt mir immer sehr schwer, solche Entscheidungen zu fällen, aber ich würde sagen, dass mein Lieblingsfilm im Kino Inception war, der beste Film den ich dieses Jahr auf DVD gesehen habe, ist Memento gewesen, wobei auch Donnie Darko erwähnt werden sollte. Sweeny Todd ist ja eher ein Musical, daher kann ich es hier als bestes Musical auflisten, dass ich im Jahre 2010 gesehen habe. Als Klassiker möchte ich die Halloween Reihe um Michael Myers ins Feld führen. Einen besonderen Platz sollte auch die Verfilmung von Stig Larson’s Millenium-Trillogie bekommen. Ich fand die Reihe trotz einfachen Grundplott nach bekanntem Schema sehr innovativ und durch die Besonderheit der Charaktere sehr sehenswert. Die beste Serie dieses Jahr war definitiv True Blood, aber ich möchte auch noch die Zeichentrickserie Avatar nicht unerwähnt lassen, die mich sehr positiv überrascht hat. Wiederentdeckt habe ich dieses Jahr meine Zeichentrickliebe Lenore – Cute little dead Girl.

Gelesen habe ich dieses Jahr leider nur Markus Heitz: Die Kinder des Judas, wobei ich auch den zweiten Teil “Judassohn” angefangen habe, und ihn sogar fast zur hälfte durch hatte – dann aber aufgrund von fast einem halben Jahr Unterbrechung jetzt erneut angefangen habe.

A pro pos lesen – der wohl interessanteste Internetfund für mich dieses Jahr ist der Blog von Ricarda, die Blogblume. Gestoßen bin ich auf ihn über 3 Ecken über ihren Twitter-Account gefunden (also über die Follower eines Twitter-Users, der von jemanden gefolgt wird, dem ich folge, oder so Ähnlich 😉 ). Ich weiß nicht, was ihn so außergewöhnlich macht – inhaltlich gibt es eigentlich wenig Schnittpunkte. Dennoch hat er mich das ein oder andere mal sehr inspiriert, und Inspiration finde ich in letzter Zeit leider nur noch sehr selten…

Das war mein Jahresrückblick. Für die Statistikfans werde ich noch mal einen Extra-Eintrag zu meiner Blog-Statistik erstellen. Außerdem wird auch mal eine weitere iTunes-Statistik fällig 🙂

Uuund – es fehlen ja auch noch die guten Vorsätze, denen ich einen eigenen Eintrag spendieren möchte!

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One thought on “Das Jahr 2010

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